Superfoods für Hunde, Katzen und Pferde

Superfoods für Hunde, Katzen und Pferde

Viele Menschen empfinden es als schwierig, ihre Tiere richtig und ausgewogen zu ernähren. So erging es auch uns, als wir für Nero das passende Hundefutter gesucht haben. Bei manchem Futter wurde das Fell stumpf oder ihm schmeckte es einfach nicht und er ließ es somit stehen. Wir schauten uns also die Zutatenlisten genauer an und waren ziemlich erschrocken…Zusatzstoffe, Zucker, Getreide und Aromastoffe. Die Folgen durch eine falsche Ernährung können schwerwiegend sein. Probleme mit den Muskeln oder Gelenken, Verdauungsbeschwerden oder auch ernstere Krankheiten wie Krebs können durch die Ernährung begünstigt werden.

Wenn wir also auf unsere Ernährung achten und Superfoods darin einbauen, können wir das doch genauso für unseren Hund umsetzten. Gesagt, getan…heute ist er fitter und vitaler als je zuvor, sein Fell glänzt, er riecht nicht nach Hund und man merkt, dass ihm unsere Superfoods und das jetzige Hundefutter anscheinend richtig gut tun.

Was können wir also alles an unsere Vierbeiner verfüttern?

1.      Chiasamen

Wie für uns, sind Chiasamen für unsere Haustiere ein sehr guter Nährstofflieferant. Neben vielen Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen, enthalten Sie auch eine Menge an Proteinen und Aminosäuren. Chiasamen können somit die normale Funktion des Immunsystems unterstützen und daher Entzündungsprozessen im Körper entgegenwirken. Auch bei Verdauungsbeschwerden können Chiasamen verabreicht werden. Die enthaltenen löslichen Ballaststoffe machen somit eine Regulierung der Darmaktivitäten möglich. Auch das Fell kann durch die in den Chiasamen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren profitieren und in neuem Glanz erstrahlen.

Zudem sind Chiasamen glutenfrei, was besonders für Allergiker-Tiere von Vorteil ist.

Fütterungsempfehlung:

Hunde und Katzen: ¼ TL pro 5 kg Körpergewicht / Tag

1 TL Chiasamen (1 TL Chiasamen mit 5 TL Wasser mischen und quellen lassen. Dann zum Futter geben)

Pferde: Bis zu 100g / Tag

Achtet darauf, dass euren Tieren ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung steht. Chiasamen quellen stark und binden im Körper auch Wasser.

2.      Hanfprodukte

Hanfprodukte können ähnlich wie Chiasamen wirken. Besonders zu betonen sind hier allerdings die Linolsäure, die Gamma-Linolsäure (gehören beide zu den Omega-6-Fettsäuren) und die Omega-Fettsäuren 3 und 9, welche im Hanf enthalten sind. Auch Hanfprodukte sind glutenfrei und können somit gut vertragen werden.

Man sollte allerdings darauf achten, die Dosis langsam zu steigern, damit der hohe Ölgehalt der Samen unseren Tieren nicht auf den Magen schlägt. In der ersten Woche 1/3 der Tagesdosis, in der zweiten Woche 2/3 und in der dritten dann die komplette Tagesportion zufüttern.

Fütterungsempfehlung:

Hunde:

Bis 10kg Körpergewicht

5g / Tag

Bis 25kg Körpergewicht

7,5g / Tag

Bis 50kg Körpergewicht

10g / Tag

Ab 50kg Körpergewicht

15g / Tag

Katzen:

Bis 2 kg Körpergewicht

2g / Tag

Bis 5kg Körpergewicht

4g / Tag

Ab 5kg Körpergewicht

6g / Tag

Pferde:

Bis 250kg Körpergewicht

15g / Tag

Bis 400kg Körpergewicht

40g / Tag

Bis 600kg Körpergewicht

50g / Tag

Ab 600kg Körpergewicht

75g / Tag

3.      Kokosöl

Wie ihr vielleicht bereits schon auf unserer Über uns - Seite gesehen habt, liebt Nero Kokosöl über alles, egal ob im Futter oder auf seinem Fell. Da ich ja sowieso kein Freund von chemischen Zusätzen bin, kam es uns ganz gelegen, dass Kokosöl durch die darin enthaltene Laurinsäure, Zecken, Milben und viele andere scheußliche Biester abwehren kann.

Wir haben zumindest bemerkt, dass sich Zecken zwar auf dem Fell niederlassen, jedoch nach kurzer Zeit wieder abfallen.

Je nach Tiergröße, nimmt man eine walnussgroße Menge Kokosöl, reibt sie kurz zwischen den Handflächen (Vorsicht, das Kokosöl wird hier flüssig) und verteilt die Menge dann im Fell des Tieres. Besonders auf die „Zecken-anfälligen“ Regionen, wie Kopf, Ohren, Hals, Bauch und Achseln solltet ihr Wert legen und hier mehr Kokosöl verstreichen, als auf dem restlichen Körper. Solltet ihr dennoch Zecken finden, nehmt nächstes Mal etwas mehr Kokosöl. Die Wirkung hält ca. 5 Stunden an.

Zusätzlich kann man Kokosöl auch in das Futter mischen. Es ist in der richtigen Menge leicht verdaulich und kann innerlich gegen Parasiten, wie Giardien und Würmer, wirken. Nach einem Befall hat sich eine vierwöchige Kur bewährt, in welcher dem Tier pro 20kg Körpergewicht 1 TL Kokosöl täglich verabreicht wird.

4.      Spirulina und Chlorella

Beide eignen sich sehr gut als Nahrungsergänzungsmittel für Hunde, Katzen und Pferde.

Spirulina ist ein Bakterium (oft auch als Alge bezeichnet), welches unter anderem Eisen, Selen, Zink, Mangan und essenzielle Fettsäuren enthält. Viele Haustierbesitzer, vor allem die Barfer unter uns, setzten Spirulina zur Stärkung der Immunabwehr, gegen Entzündungen oder zur Blutdrucksenkung ein.

Chlorella hingegen ist eine Süßwasseralge und beinhaltet alle 8 essentiellen Aminosäuren, Chlorophyll, Vitamine und Mineralien. Besonders wird die Chlorella bei der Ausleitung von Schwermetallen oder nach medikamentösen Behandlungen verwendet, damit so Rückstände schnell aus dem Körper transportiert werden können. Nicht vergessen: Dein Tier muss ausreichend trinken, damit die Fremdstoffe ausgeleitet werden können!

Sowohl bei Spirulina, als auch bei Chlorella eignet sich eine 12 Wochen Kur für dein Haustier.

Achtung! Wenn dein Tier Probleme mit der Schilddrüse hat, solltest du unbedingt vor der Verabreichung von Algen einen Tierarzt befragen.

Fütterungsempfehlung:

Hunde und Katzen:

Bis 5kg

¼ TL / Tag

Bis 20kg

½ TL / Tag

Bis 40kg

1 TL / Tag

Pferde:

20-40g / Tag

5.      Kurkuma

Kurkuma, bzw. der darin enthaltene „Gesundheitsstoff“ Curcumin, bietet ein sehr breites Wirkungsspektrum. Dieses reicht von antibakteriell und antiviral über entzündungshemmend, verdauungsfördernd und schmerzlindernd.

Einige Spezialfutter enthalten jetzt schon Curcumin als Entzündungshemmer und als Schmerzabwehr. Dieses Futter wird vor allem bei Arthrose und Schilddrüsenproblemen verabreicht.

Durch die gute Wundheilungsfunktion von Kurkuma, kann es auch unterstützend gegen Allergien und Hauterkrankungen wirken.

Kurkuma am besten mit Öl anrühren und unter das Futter geben. Der Körper kann dann den enthaltenen Wirkstoff Curcumin besser verarbeiten. Auch hier empfiehlt sich eine Kur, 2-4 Wochen sind ausreichend.

Fütterungsempfehlung:

Hunde und Katzen:

¼ TL 1-2 Mal / Tag

Pferde:

60g / Tag

6.      Moringa

Moringa enthält viele verschiedene Vitamine, Mineral- und Vitalstoffe – er wird nicht umsonst Baum des Lebens genannt. Seit über 5000 Jahren werden die Bestandteile des Baumes bereits in der ayurvedischen Medizin verwendet.

Verschiedene Erfahrungsberichte zeigen, dass sich die spezielle Nährstoffzusammensetzung der Moringa auf den Stresspegel der Tiere auswirken kann. So können ängstliche und gestresste Tiere nach einiger Zeit wesentlich entspannter auftreten.

Die hohe Anzahl an Vitaminen kann zudem zu einem normalen Immunsystem beitragen, das Nervensystem stabilisieren unf die normale Funktion der Knochen unterstützen.

Fütterungsempfehlung:

Hunde:

Pro 10kg Körpergewicht 1 g Moringapulver / Tag

Katzen:

1 Messerspitze / Tag

Pferde:

20-30g / Tag

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

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